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Leadership

In welchen Situationen wünschen Sie sich mehr Selbstvertrauen und persönliche Leadership-Qualitäten für sich selbst? In welchen (Führungs-)Situationen vermissen Sie persönliche Gelassenheit? Und in welchen Situationen übernimmt Ihr Ego die (Führungs-)Arbeit?

Leadership bedeutet Eigenverantwortung zu übernehmen und sie bei anderen zu fördern. Dazu kommt, eine klare innere Haltung zu haben und an persönlicher Bewusstheit zu arbeiten. Einen klaren Handlungsspielraum zu geben, Entscheidungen zu treffen sowie das Eingestehen von Fehlern und Fehlentscheidungen sind weitere Faktoren, ebenso wie sich selbst Struktur geben zu können und „dran zu bleiben“, also diszipliniert zu sein, auch, wenn es im Außen Widerstand gibt, an Motivation fehlt oder nicht alles so läuft, wie man es gerne hätte.

Leadership bedeutet auch, Beziehungen zu gestalten. Zuerst einmal geht es aber um die Beziehung zu sich selbst. Dort, wo ich wir uns noch verbiegen, vorgeben, anders zu sein oder „mich nicht spüre“, steht es um die Beziehung zu sich selbst nicht besonders gut bestellt. Denn all das erfordert Kraftaufwand und bringt langfristig nur mittelmäßigen Erfolg.
Ehrliche Offenheit und Wertschätzung für sich selbst und für andere sowie ein gutes Maß an Angstfreiheit und Selbstreflexionsfähigkeit erleichtern die Führungsarbeit ungemein. Dadurch wird es möglich, sich selbst und seinen MitarbeiterInnen das Businessleben angenehm und weniger kraftraubend zu gestalten.

Nicht nur für Führungskräfte
Manchmal spuckt einem auch das Ego in die Suppe, nämlich dann, wenn es sich um schwierige Situationen handelt, mit denen wir beispielsweise überfordert sind. Dann können wir den Schein von uns nicht wahren und wir reagieren (meist unbewusst) um eine drohende Gefahr abzuweisen. Egal, ob es mal mehr oder weniger turbulent zugeht. Führen kann man ohne „auf den Tisch zu hauen“ oder andere Menschen klein zu machen. In diesem Sinne ist es wichtig, sich bewusst zu sein, wann Ihr Ego die Verantwortung übernimmt. Dann geht es nämlich nicht mehr um die Sache, sondern wird emotional und auf die Dauer mühsam. Um dieser Falle zu entkommen hilft Selbstreflexion, ehrliches Feedback an sich selbst und in weiterer Folge Bewusstheit für die persönlichen Verhaltensmuster. Und das brauchen nicht nur Führungskräfte, das brauchen wir alle im Umgang miteinander.

Als ich vor Jahren Marketing Direktorin in einem internationalen IT-Konzern wurde, passierte das für mich damals völlig unerwartet. In einem Meeting mit meinem damaligen Chef erhielt ich die freudige Nachricht beinahe nebenbei. Ich war hin und weg vor Freude. Am selben Abend, traf ich Freunde zum Abendessen. Natürlich war meine Beförderung zentrales Thema. Ich meinte, dass ich noch gar keine Idee hätte, wie ich denn diese Führungsrolle anlegen könnte und wurde sofort mit dem gutgemeinten Rat eines Freundes konfrontiert, der plötzlich mit voller Wucht auf den Tisch schlug: „Als Führungskraft musst du auf den Tisch hauen, sonst hast du keine Meter und die Leute machen mit dir, was sie wollen.“ Ich war so irritiert, das mir diese Situation heute noch wie eingebrannt in Erinnerung ist. Ich wusste nur eines: das war nicht mein Weg. Intuitiv begann ich mir zu überlegen, was ich denn an meinen Chefs bislang sehr geschätzt hatte und wie ich selbst als Mitarbeiterin behandelt werden wollte. Dazu gehörten ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Freiheit in meinen Entscheidungen, ein klarer Handlungsspielraum sowie das Eingestehen von Fehlern und Fehlentscheidungen. Diese Faktoren waren sehr gute Maßstäbe in meiner Führungsarbeit auf Augenhöhe, mit der ich all die Jahre immer gut gefahren bin.

Ich freue mich, gemeinsam mit Ihnen Ihre (Führungs-)Themen zu reflektieren und Sie dadurch zu bestärken, mehr Leichtigkeit, Gelassenheit und Freude in Ihren (Business-)Alltag zu bringen. Ich weiß, dass es funktioniert.

© 2017 Karin Weigl | All rights reserved